Tipps gegen das Einbrennen von OLED-Displays

Einige Top-Smartphones wie das iPhone X oder das Google Pixel 2 sind mit einem OLED-Display ausgestattet, welches stärkere Kontraste und leuchtende Farben liefert. Allerdings hat die angesagte Technologie auch einen Haken. Wenn die gleichen Inhalte über einen längeren Zeitraum auf dem Bildschirm angezeigt werden, besteht die Gefahr, dass die Inhalte sich in das OLED-Display brennen. Wenn Inhalte des vorherigen Bildes nach einem Wechsel zu einem anderen Bild noch verschwommen zu sehen sind, sprechen Experten von einem Einbrennen des OLED-Bildschirms. Doch trotz dieser Makel schwören immer mehr Smartphone-Hersteller beim Display auf die OLED-Technologie. OLED leitet sich aus dem Englischen ab und steht kurz für Organic Light Emitting Diode, zu Deutsch: organische Leuchtdiode. Mit welchen Tipps ihr die Gefahr des Einbrennens bannen könnt, erfahrt ihr im Artikel.

Einbrennen bei OLED-Displays verhindern

Helligkeit des Bildschirms

Bei vielen Geräten ohne OLED-Display spart ihr einfach nur Strom, wenn ihr die Helligkeit des Bildschirms reduziert. Hingegen können bei den OLED-Displays aufgrund ihrer Struktur auch die Leuchtdioden entlastet werden, wenn die Helligkeit minimiert wird. Die OLED-Technologie ermöglicht es, ein Licht zu erzeugen, das sich ideal auf einer Fläche ausdehnen kann. Die OLEDs bestehen aus einem Material von strukturlosen organischen Stoffen, deren Grundlage Kohlenstoff ist. Die Technologie setzt sich aus Schichten, die das Licht erzeugen, und anderen Schichten, die das erzeugte Licht transportieren, zusammen. Elektronen stoßen in den Licht erzeugenden Schichten auf positive Ladungsträger. Aus diesem Zusammenstoß wird überschüssige Energie generiert, die die leuchtenden Farben erst ermöglicht. Ein Vorteil der OLED-Technologie sind die hohe Helligkeit und die Kontraste, durch die das Display auch bei Tageslicht sehr gut lesbar ist. Darüber hinaus ist die Farbwiedergabe unabhängig vom Blickwinkel. Ein anderer Vorteil ist, dass die Schaltgeschwindigkeit der OLEDs unterhalb der Reaktionszeit von vor einigen Jahren üblichen LCD- und Plasma-Bildschirmen liegt. Außerdem sind die Material- und Herstellungskosten geringer als bei anderen Bildschirmen.

Apps ohne feststehende Bilder

Damit die Gefahr des Einbrennens von OLED-Displays reduziert werden kann, solltet ihr gerade bei häufig genutzten Anwendungen darauf achten, dass die App ohne feststehende Bildelemente arbeitet. Gerade Navigations-Programme haben oftmals feststehende Anzeigebereiche in ihrem Designportfolio. Vor allem diese Bereiche stellen die Gefahr dar, dass sich Bildelemente einbrennen. Die Gefahr ist insbesondere im Sommer groß. Zu dieser Jahreszeit wird die Helligkeit des OLED-Displays durch das Licht der Sonne maximiert. Im Zusammenspiel mit den statischen Bildern kann die erhöhte Einstrahlung des Lichts zum Einbrennen des OLED-Bildschirms führen. Wenn es möglich ist, solltet ihr auf Apps mit festgesetzten Elementen verzichten.

Bildschirm durch dunkle Farben entlasten

Ihr solltet euch darüber im Klaren sein, dass dunkle Farben z.B. in eurem Hintergrundbild den OLED-Bildschirm eures Smartphones entlasten. Zudem könnt ihr bei Apps wie z.B. YouTube anstatt des hellen Designs das dunkle wählen.

Ihr habt keine Angst vor dem Einbrennen euer Inhalte auf dem OLED-Bildschirm - immerhin ist dieser eh so kaputt, dass die Sicht auf euer Handy stark eingeschränkt ist? Dann kann euch eine Bildschirmreparatur weiterhelfen. Auf clickrepair findet ihr schnell und leicht einen Profi, der euer Display wieder in Gang bekommt. Wählt den Defekt, Hersteller und euer Handymodell aus und schon listen wir euch geeignete Handywerkstätten für eure Displayreparatur.

Einbrennen bei OLED-Displays

Updates helfen gegen das Einbrennen des OLED-Displays

Wie bei so vielen Aspekten von Smartphones helfen auch hier Updates von den Geräte-Herstellern. Tech-Unternehmen wie z.B. Apple oder Samsung achten nämlich vermehrt darauf, Probleme mit den OLED-Displays durch Updates und Weiterentwicklungen aus der Welt zu schaffen. Bei Nutzern des Samsung Galaxy S8 traten z.B. Beschwerden über eine leicht rote Farbprägung des Bildschirms auf. Mit Hilfe eines Updates geriet das Problem in Vergessenheit. Der Tech-Gigant Apple ordnet das Problem des Einbrennens von OLED-Displays als normal und voraussehbar ein. Laut Apple sind dafür über längere Zeit angezeigte hohe Kontrastwerte ursächlich.

Automatisches Abschalten hilft OLED-Displays

So gut wie jeder Hersteller von Smartphones hat in seinen Geräten eine Funktion integriert, mit der das Display bei Nichtbenutzung automatisch ausgestellt wird. Diese Funktion solltet ihr auf einen kurzen Zeitraum einstellen, um einem Einbrennen entgegenzuwirken.

Ist OLED die Zukunft von Displays?

Entwicklerteams versuchen die OLED-Technologie immer weiter zu optimieren. Denn eines ist klar: Das Maximum der Technologie ist noch lange nicht erreicht. Problem ist jedoch, dass Fortschritte nicht so schnell realisiert werden wie angenommen. Insbesondere die Haltbarkeit der verwendeten Materialen muss noch verbessert werden. Denn speziell die Farbe Blau stellen OLED-Bildschirme noch inkonstant dar. Darüber hinaus ist noch reichlich Verbesserungspotenzial bei der Energieeffizienz von weißen Flächen vorhanden.

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