Wenn das Smartphone das erste Mal in Betrieb genommen wird, befindet sich der Standard-Homescreen auf dem Display. Das ist das Betriebssystem im unberührten Zustand. Je nach Hersteller können hier unterschiedliche Applikationen installiert sein. Vor jedem Weiterverkauf sollte ein Smartphone auf die Werkseinstellungen gesetzt werden, damit wichtige Daten nicht an Dritte gelangen.

Was sind die Werkseinstellungen?

Jeder Hersteller spielt ein Betriebssystem auf sein Produkt. Drei der Gängigsten sind dabei Windows 10 Mobile, Android und iOS. Diese werden von den einzelnen Unternehmen angepasst und mit eigenen Anwendungen versehen. Während iOS und Windows 10 Mobile in der Regel von Modell zu Modell wenige Veränderungen hinsichtlich der Einstellungen mit sich bringen, hat Android viele verschiede Versionen. Da es ein offenes Betriebssystem ist, werden die Einstellungen je nach Hersteller angepasst. Das kann zusätzliche Funktionen als Folge haben. All diese Komponenten werden zu den Werkseinstellungen zusammengefasst und in einer versteckten Partition im Speicher des Smartphones hinterlegt. Diese kann oft weder gelöscht noch angepasst werden. Wird das Smartphone auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt, werden entsprechend alle Daten auf dem Gerät gelöscht, die nicht vor dem ersten Betrieb auf der Partition gespeichert wurden. Deswegen sollten diese immer gesichert werden. Ein Nachteil der Werkseinstellungen liegt im Hinzufügen von Drittanbieter-Apps. Das Problem befindet sich ausschließlich im Betriebssystem von Android. Verschiedene Anwender oder auch Telekommunikationsdienstleister installieren Software auf dem Smartphone vor, darunter befindet sich dann oft viel Werbung. Auf Windows Mobile und iOS ist das in der Regel nicht der Fall, da sich das Werkseinstellungsabbild über die Jahre nicht großartig verändert hat.

Welchen Vorteil bringen Werkseinstellungen mit sich?

Besonders unerfahrene Smartphone-Nutzer können durch die Standardeinstellungen schnell auf das Gerät zugreifen, da die wichtigsten Komponenten bereits für sie optimiert wurden. In den Einstellungen lassen sich dann Feineinstellungen vornehmen. In der Regel ist es jedoch so, dass der Hersteller darauf achtet, von Anfang an einen optimalen Benutzerkomfort zu ermöglichen. Erfahrene Nutzer können hier auch selber nachjustieren und das System gegebenenfalls auch rooten. Dabei werden Eingriffe in das System ermöglicht. Alle anderen Nutzer haben die wichtigsten Komponenten bereits vorinstalliert. Wenn Schaden an der Software entstanden ist, können die Smartphones problemlos wieder auf die Werkseinstellungen gesetzt werden. Dadurch können viele Software-Schäden behoben werden. Es wird dringend empfohlen, das Handy regelmäßig zurückzusetzen. Dadurch werden Datenreste entfernt und das Smartphone arbeitet in der Regel wieder schneller.