Animojis

Grimassen ziehende Pandas und Karaoke singende Schweinchen: Ob in den News, lustigen Clips von Freunden oder Karaoke-Videos auf YouTube: Apples gelang mit dem Feature ein wahrer Geniestreich. Denn mit den sogenannten Animojis – animierten Emojis – kann die eigene Stimmung besser denn je vermittelt werden. Doch nicht für jeden.

Was Animojis sind

Emojis kennt mittlerweile jeder Handynutzer: Die kleinen Gesichter, die man in seinen Nachrichten verschicken kann. Mit dem Feature, dass mit iOS 11 eingeführt wurde, geht Apple noch einen Schritt weiter: Die Animojis sind nicht nur animierte Versionen der bekannten Emojis – sie geben sogar 1:1 die Gesichtszüge des Nutzers wieder! Gähnt oder grinst der User, berechnet das Smartphone in Echtzeit die entsprechenden Gesichtsbewegungen für das Animoji. Damit lässt sich noch lustiger und ausdrucksvoller kommunizieren. Bisher lassen sich der Roboter, das Alien, Hund, Katze, Maus, Affe, Schwein, Fuchs, Panda, Hühnchen, Löwe, Bär, Einhorn, Drache, Schädel und das Poop-Emoji als Animoji verwenden, weitere könnten mit den nächsten Updates folgen. Doch für den Großteil der Smartphone-Nutzer haben Animojis bisher und in naher Zukunft keine Bedeutung.

Wie Animojis funktionieren und wer sie benutzen kann

Um Animojis zu animieren, reicht eine einfache Frontkamera nicht aus. Das iPhone-exklusive Feature nutzt die neue Gesichtserkennungs-Software von Apple „Face ID“. Neben einer Kamera muss an der Front auch ein „TrueDepth“ Kamerasystem angebracht sein. Dieses beinhaltet noch eine ganze Reihe weiterer Sensoren wie Infrarotkamera, Punkteprojektor und Näherungssensor. Nur durch die Daten aller Sensoren kann das Smartphone berechnen, wo sich Augen, Nase und Mund des Users zu jeder Zeit befinden, und welche Muskeln sich bei jeder Mimik bewegen. Nur wenn diese Analyse einwandfrei erfolgt, können die Bewegungen auf die Animojis angewandt werden und eine flüssige und realitätsnahe Animierung der 3D-Grafik erfolgen. Das hat natürlich einen entscheidenden Nachteil: Die erforderliche Technologie ist bisher nur im iPhone X enthalten. Das derzeit teuerste iPhone-Modell mit einem Neupreis von fast 1.000 Euro macht Animojis somit für einen Großteil der Smartphone-User unerschwinglich. Empfangen werden können sie zumindest von einem etwas größeren Kreis an Nutzern in Form eines in Dauerschleife ablaufenden kurzen Videos. Aber auch hier beschränken sich Animojis auf Apples eigene iMessenger-App unter dem Betriebssystem iOS 11. Android-Nutzern und Besitzer älterer iPhones entgeht diese Spielerei. Auch Apps, die behaupten dieses Feature auch anderen Nutzern zugänglich zu machen, helfen hier nicht. Ohne das nötige Kamerasystem bleibt dieses lustige Feature dem Großteil der Smartphone-Nutzer vorerst verwehrt.