Wasserfeste Smartphones - Das verbirgt sich dahinter

Wenn ihr euch heute für ein neues Gerät interessiert, dann ist es mittlerweile selbstverständlich, dass dieses auch wasserresistent ist. Wasserfeste Smartphones sind inzwischen die Regel und nicht die Ausnahme. Und trotzdem herrscht bei vielen Handybesitzern Ahnungslosigkeit, wenn es um genau dieses Thema geht. So existieren nicht nur unterschiedliche Grade der Wasserresistenz, viele wasserfeste Smartphones schützen zudem auch gegen weitere äußere Fremdeinwirkungen. Wir klären auf: Wasserfeste Smartphones - Das verbirgt sich dahinter.

Wasserfeste Smartphones

Wofür steht „IP“?

Wenn ihr euch für wasserfeste Smartphones interessiert, dann ist euch bei der Onlinesuche oder beim Stöbern im Laden sicherlich eine Bezeichnung aufgefallen: „IP“. Denn wasserfeste Smartphones erkennt ihr zunächst daran, dass sie in ihrer Produktbeschreibung mit dem Kürzel „IP“ gekennzeichnet werden. „IP“ ist eine Abkürzung für den englischen Ausdruck „ingress protection“. Das heißt zu Deutsch in etwa so viel wie „Eintritts-Schutz“, ein Abschirmen vor dem Eintreten fremder Substanzen also. Sobald Geräte dieses Kürzel aufweisen, ist dies also ein erster Indikator dafür, dass es sich dabei um wasserfeste Smartphones handelt.

Was bedeuten die Zahlen dahinter?

Neben dem Kürzel „IP“ weisen wasserfeste Smartphones jedoch eine weitere Bezeichnung auf. So wird das „IP“ für gewöhnlich von einer zweistelligen Zahl begleitet. Das iPhone 8 oder iPhone X werden beispielsweise mit einer „67“ nach dem IP-Kürzel versehen. Demnach heißt hier die vollständige Angabe „IP67“. Beim Samsung Galaxy S8, dem Samsung Galaxy Note 8 oder dem LG V30 folgt dem „IP“ hingegen die Zahl „68“, die komplette Bezeichnung für wasserfeste Smartphones lautet hier also „IP68“. Wofür stehen diese Zahlen? An der ersten (Zehner-)Stelle lässt sich zunächst ablesen, wie sehr ein Gerät gegenüber Staub, Sand oder Schmutz, also festem Material, gesichert ist. Wohingegen die zweite Ziffer darüber Auskunft gibt, wie sehr das Smartphone Wasser bzw. Regen, also Flüssigkeiten aller Art standhält. Im Wesentlichen gibt die Ziffer also immer zwei verschiedene Schutzgerade an, von denen nur einer etwas über die Wasserresistenz (und der andere etwas über die Schmutzresistenz) aussagt.

Manchmal kann es auch vorkommen, dass ihr statt einer zweistelligen Zahl nur eine Ziffer begleitet von einem „X“ seht. Also zum Beispiel: „IPX8“. In diesen Fällen besitzt das Gerät neben Wasserschutz zwar auch einen Schutz gegenüber Staub oder Schmutz. Jedoch hat sich der Hersteller dazu entschieden, euch darüber im Unklaren zu lassen, wie hoch dieser Grad ist. Hier liegt die Vermutung natürlich nahe, dass es sich dabei um keinen allzu hohen Wert handeln kann. Doch was ist ein hoher Wert und was ein niedriger? Und was für einen Schutz müssen wasserfeste Smartphones im Allgemeinen haben?

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Wasserfeste Smartphones

Welchen Wert sollten wasserfeste Smartphones besitzen?

Wenn ihr euch für wasserfeste Smartphones interessiert, dann solltet ihr nach Möglichkeit darauf achten, dass diese einen Mindestschutz besitzen. Die meisten Geräte, die eine IP-Kennzeichnung aufweisen, besitzen in der Regel einen IP-Wert, der nicht unter „57“ liegt. Wenn es sich bei der ersten Zahl um eine „5“ handelt, dann ist das entsprechende Gerät ausreichend gegen Verschmutzung geschützt. Soll heißen: Das Gehäuse des Smartphones schützt die Hardware im Inneren weitestgehend vor Staub. Noch mehr Sicherheit gegenüber Schmutz oder (falls ihr euer Handy mit an den Strand nehmt) kleinen Sandkörnern bietet der Wert „6“. Bei dieser Zahl könnt ihr sichergehen, dass in euer Gerät keinerlei Schmutzpartikel eindringen werden. Dieser Wert stellt auch den augenblicklichen Standard, wenn es um die Staubresistenz bei Handys geht.

Bei der zweiten Zahl existiert ein größerer Spielraum. Grundsätzlich ist für wasserfeste Smartphones ein Wert von mindestens „7“ zu empfehlen. So könnt ihr mit einem Gerät dieses Stärkegrades durch den Regen gehen ohne erwarten zu müssen, dass es danach zu technischen Komplikationen oder gar Defekten kommt. Werte bei „5“ oder „6“ schützen euer Handy lediglich gegen kleine Wasserspritzer. Mit größeren Mengen von Flüssigkeiten sollte euer Smartphone in diesem Fall jedoch lieber nicht in Kontakt kommen. Wirklich wasserfeste Smartphones beginnen ab einem Wert von „8“. Dieser Wert zählt aktuell zum guten Standard. Falls ihr wasserfeste Smartphones haben möchtet, die zu hundert Prozent gegen Flüssigkeiten geschützt sind, dann solltet ihr Geräte mit einem noch höheren Wert, nämlich „9“ wählen. Hierbei handelt es sich um den aktuell höchstmöglichen Wert.

Unterm Strich empfiehlt sich für wasserfeste Smartphones also ein Wert zwischen „IP57“ und „IP68“. Achtet dementsprechend auch darauf, dass sich kein „X“ im Wert befindet, da ihr sonst nicht sicher sein könnt, ob das entsprechende Gerät zumindest ausreichend gegenüber Schmutz bzw. Flüssigkeiten geschützt ist. Niedriger als „IP57“ solltet ihr nicht gehen, wenn ihr ein Gerät haben möchtet, dass ausreichend gegenüber Schmutz und Wasser gesichert sein soll. Je höher der Wert, desto sicherer ist folglich der Schutz.

Bei diesen Geräten handelt es sich um wasserfeste Smartphones

Glücklicherweise besitzen viele der aktuell auf den Markt kommenden Geräte einen mindestens ausreichenden (wenn nicht sogar guten) Schutz gegenüber Staub und Flüssigkeiten. So ist die Samsung Galaxy-Reihe bereits seit dem Galaxy S4 (Verkaufsstart: April 2013), das einen Wert von „IP67“ besitzt, wasserdicht. Die aktuellen Galaxy Geräte S8, S8+ bzw. Note 8 weisen wie zuvor erwähnt sogar einen Wert von „IP68“ auf. Die iPhones sind ab dem 7er Modell ebenfalls wasserdicht bzw. mit einem IP-Wert von „67“ versehen. Bei seinen früheren Modellen hat Apple darauf verzichtet einen genauen Wert anzugeben. Aber auch viele weitere aktuelle Modelle anderer Hersteller – wie Sony oder HTC – besitzen hohe Schutzgrade gegenüber Schmutz und Wasser. Einen detaillierten Einblick in unterschiedliche wasserdichte Smartphones findet ihr im Artikel Wasserdichte Smartphones - Die vier besten Geräte.

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