Kaum Geräte mit Android 8: Darum sind Updates wichtig

Nach wie vor ist Googles Betriebssystem Android der unangefochtene Marktführer. Im Jahr 2017 betrug der globale Marktanteil überragende 87,7 Prozent. Android kann auf eine bewegte Historie zurück blicken. Die Entwickler Androids starteten mit ihrer Arbeit noch bevor Apple das allererste Smartphone auf den Markt brachte. Interessante Randnotiz: Das System Android sollte eigentlich für Digitalkameras entwickelt werden. Als der Markt der Digitalkameras allerdings schlechte Wachstumsraten lieferte und der Trend immer mehr zu Mobiltelefonen überging, konzentrierten sich die Entwickler auf die Erstellung eines Mobilfunk-Betriebssystems. Mit dem HTC Dream unter dem Namen T-Mobile G1 kam im Oktober 2008 das erste Gerät mit Android als Betriebssystem in den USA auf den Markt. Seitdem gewannen Smartphones im alltäglichen Leben immer mehr an Bedeutung und mit ihnen auch die Thematik Sicherheit und Datenschutz. Da der Anteil der Android Version 8.0 Oreo noch so gering ist, erklären wir euch, wieso Systemupdates so wichtig für eure Datensicherheit sind und erläutern die Hintergründe, wieso Google die Auslieferung von Android 8 Oreo so schleppend handhabt.

Aktualisierungen bedeuten mehr Sicherheit

Android Oreo Update

Updates für Googles Betriebssystem Android haben im Wesentlichen zwei Funktionen. Zum einen sollen sie Sicherheitslücken schließen und fehlerhafte Dateien oder ähnliches entfernen, von denen die Entwickler in Kenntnis gesetzt wurden. Sicherheitslücken sind nämlich Einladungen für jegliche Art von Malware. Zum anderen sollen Updates die Effizienz des Betriebssystems steigern, indem sie z.B. bei den Standardanwendungen enthaltene Fehler beseitigen und damit unter anderem die Akkuleistung verbessern. Betriebssysteme, die nicht mehr auf dem aktuellsten Stand sind, stellen ein großes Sicherheitsrisiko dar. Aufgrund dessen empfiehlt es sich, verfügbare Updates so schnell wie möglich zu installieren. Darüber hinaus gilt es noch, zwischen Updates und Upgrades zu differenzieren. Während bei einem Update nur kleine Verbesserungen vorgenommen werden und das Betriebssystem wie Android im Grunde genommen gleich bleibt, sieht das bei einem Upgrade schon anders aus. Upgrades sind an größeren Veränderungen des Systems und an einem neuen Versionsnamen zu erkennen. Bei Android beispielweise von Android 7 Nougat zu Android 8 Oreo. Es gibt keine einheitliche Definition, die ein Update zu einem Upgrade macht. Vielmehr entscheiden die Unternehmen wie Google selbst, ob es nun ein Update oder Upgrade ist. Android 8.0 Oreo hat bislang erst wenige Geräte erreicht. Das liegt unter anderem daran, dass Gerätehersteller wie beispielsweise Samsung die Androidversionen für ihre Geräte noch anpassen. Auch Netzanbieter wie die Telekom modifizieren die Version teilweise nochmal. Wenn die ganzen Anpassungen durch die verschiedenen Akteure vorgenommen worden sind, kommt das Update oder Upgrade auf das Smartphone. Smartphones aus der Pixel- oder Nexusreihe erhalten Aktualisierungen in der Regel am schnellsten, weil sie direkt aus dem Hause Googles stammen.

Project Treble macht Hoffnung

Auf seiner Entwicklerkonferenz I/O 2017 hat Google das sogenannte Project Treble vorgestellt. Dies ist ein System, mit dem Updates und Upgrades von Android schneller zum Nutzer der Smartphones gelangen sollen. Dieses System teilt das Android-Betriebssystem in zwei Ebenen. Dabei pflegt Google ohne Umwege die erste Ebene, damit die Anpassung von Sicherheits-Updates schnell und unkompliziert vonstatten geht. Die zweite Ebene kann dagegen von den Herstellern der einzelnen Komponenten für Anpassungen genutzt werden. Die Aufteilung auf zwei Ebenen hat den Vorteil, dass die Hersteller der Komponenten oder der Smartphones Aktualisierungen realisieren können, ohne dabei abhängig von der ersten Ebene und Google zu sein. Andersherum funktioniert das natürlich auch: Wenn Google Android updaten oder upgraden möchte, müssen sie nicht mehr auf die Hersteller der Hardware Rücksicht nehmen, sondern können ihren Plan direkt eigenständig in die Tat umsetzen. Das Project Treble trägt also effektiv zu Aktualisierungsprozessen bei. Die Hardware-Produzenten haben nun nicht mehr den Druck, bei neuen Android-Versionen eigene Komponenten zu ergänzen oder gar neu zu entwickeln. Letztendlich bringt das auch Vorteile für den Nutzer mit sich. Denn in der Theorie spart das neue Ebenensystem reichlich an Zeit. Binnen weniger Tage bzw. Wochen könnte eine neue Android-Version flächendeckend installiert werden.

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Wenig stichhaltiges

Android 8 Update wann

In der Praxis wird es wahrscheinlich anders aussehen. In Android haben sich bezüglich der Thematik rund um Updates etliche Probleme angehäuft, die auch Project Treble nicht alleine und auf einmal lösen kann. Ob wirklich auf eine Verbesserung der Situation zu hoffen ist, bleibt somit zumindest fraglich. Denn durch die Aufteilung in zwei Ebenen sind die Hersteller der Smartphones und der einzelnen Komponenten nicht mehr dazu verpflichtet, beispielsweise Treiber mit gelösten Sicherheitsproblemen in die Android-Versionen zu integrieren. Dementsprechend könnten die Hersteller aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten davon absehen. Daraus könnte die schwerwiegende Konsequenz entstehen, dass Android und damit auch seine User mit etlichen Sicherheitslücken zurechtkommen müssen. Ein Resultat wäre zwar, dass Updates möglicherweise schneller ausgeliefert werden, jedoch nicht häufiger oder für mehr Smartphone-Modelle. Doch nicht nur die beschriebenen technischen Aspekte bereiten beim Thema Updates für Android Probleme. Auch die Kommunikation der Smartphone-Hersteller, welches Smartphone wann das Update du Android 8.0 Oreo erhält, lässt deutlich zu wünschen übrig. Konkrete und rechtzeitige Mitteilungen haben Seltenheitswert.

Welche Geräte bekommen Android 8.0 Oreo?

Oreo Sicherheit Update

Google hat eine klare Richtlinie gesetzt: Smartphones, die vom Hersteller mit Android 8.0 Oreo ausgestattet und ausgeliefert werden, müssen auch Project Treble unterstützen. Zu diesen Smartphones gehören Sony Xperia XZ1 und XZ1 Compact, das Honor und Huawei Mate 10 sowie das HTC U11 und die Google-Smartphones Pixel 2 und Pixel 2 XL. Im Gegensatz dazu sind Hersteller nicht dazu verpflichtet, Geräte, die erst nach einem Update, also nicht im Werkzustand, Android 8.0 Oreo erhalten, mit Project Treble auszustatten. Dennoch ist festzuhalten, dass die Anzahl der mit Android Oreo und Project Treble versehenen Handys kontinuierlich wächst. Schließlich haben mit dem Samsung Galaxy S9 und S9 Plus zum ersten Mal Geräte des Herstellers aus Südkorea die Systeme bereits im Werkzustand integriert. Der japanische Hersteller Sony und der aus China stammende Produzent Huawei erweitern sogar die Anzahl ihrer Geräte mit Project Treble. Doch hier gilt so wie bei vielen anderen Dingen, dass Ausnahmen die Regel bestätigen. Zwar hat LG sein aktuelles Flaggschiff V30 mit Android 8.0 Oreo auf den Markt gebracht, hat jedoch angekündigt, nicht jedes Jahr zwei neue Top-Smartphones mit dem aktuellsten Betriebssystem veröffentlichen zu wollen. Als Grund nennt der südkoreanische Hersteller unter anderem mehr Zeit für die Entwicklung besserer Smartphones.

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