Viele Hersteller setzen bei ihren neuen Geräten vermehrt auf das Gorilla-Glas. So auch das Display von Googles neuen Pixel-Phones. Wir gehen den Fragen nach der Herstellung und der Besonderheit des Gorilla-Glases auf den Grund und erklären, was Steve Jobs mit dem Erfolg des robusten Glases zu tun hat.

Steve Jobs verhilft Gorilla-Glas zum Durchbruch

Der bereits verstorbene Apple-Gründer suchte während der Entwicklung des ersten iPhones nach einem Glas-Hersteller für den iPhone-Screen. Damit sollte das iPhone der ersten Generation in den High-End-Markt einsteigen und die eigenen Ansprüche von Steve Jobs befriedigen. Schließlich fand Jobs das Unternehmen Corning. Bereits in den 1960er Jahren hatte die Firma ein robustes und gleichzeitig leichtes Glas entwickelt, fand aber kein Markt dafür.

Jobs traf sich mit dem Corning-CEO und erklärte ihm, dass er ein iPhone-Display aus Glas haben möchte, welches robust und strapazierfähig ist. Darüber hinaus machte Jobs klar, dass er innerhalb von 6 Monaten genügend Displays für alle iPhones bräuchte, die er plante zu verkaufen. Das Problem war nur, dass die Firma Corning eigentlich nicht die nötigen Kapazitäten besaß, um eine solche Massenproduktion zu stemmen. Mithilfe von einigen Umstellungen in der Produktion und Steve Jobs Überzeugungskraft gelang es dem Unternehmen, doch die benötigte Stückzahl herzustellen. So konnte Jobs im Jahre 2007 das iPhone mit der ersten Genration des Gorilla-Glases vorstellen.

Besonderheiten des Gorilla-Glases

Gorilla-Glas für SmartphonesEine von Corning in Auftrag gegebene Umfrage hat ergeben, dass 85% der Smartphone-Nutzer ihr Gerät durchschnittlich zumindest einmal im Jahr fallen lassen. Genau für diese Situationen ist das Glas von Corning entwickelt worden. Angefangen hat alles 2007, als wie bereits erwähnt, die erste Generation vorgestellt wurde. Sieben Jahre später präsentierte man Gorilla Glas 4, welches bereits Stürze aus einem Meter wegstecken konnte– zumindest in den meisten Fällen. Mittlerweile sind über 4,5 Milliarden Geräte mit dem Spezialglas ausgestattet. Inzwischen gibt es die fünfte Generation des Glases. Das 0,6 mm dicke Glas soll 80% der Stürze aus einer Höhe von 1,6 Metern überstehen. 1,6 Meter soll die durchschnittliche Höhe sein, in der Smartphone-Besitzer ihr Gerät am häufigsten fallen lassen – zwischen Schulter und Rumpf. Zudem ist das Gorilla-Glas um ein vielmaliges kratzfester als herkömmliches Glas.

Herstellung des Gorilla-Glases

Die Stabilität von Gorilla-Glas erreicht Corning durch einen speziellen Herstellungsprozess, bei dem man auf der Glasoberfläche eine hohe Spannung erzeugt. Diese feine Schicht verringert die Wahrscheinlichkeit, dass Risse und Kratzer sich weiter ausbreiten. Weiterhin erhöht das Unternehmen dabei die Resistenz gegenüber Druckeinwirkungen. Dadurch macht es das Glas auch bruchfest. Trotz dieser Eigenschaften ist auch das Gorilla-Glas nicht unzerstörbar.

Falls das Display deines Smartphones einen Sturz nicht ohne Schäden überlebt hat, findest du hier Hilfe.