Smartphones verfügen über viele Querverbindungen, Funktionen und Speicherorte für die persönlichen Daten. Verschiedene Apps erfordern einen Zugriff auf diese einzelnen Komponenten. Ohne den Zugriff lassen sich die Anwendungen oft nicht richtig nutzen. Dabei sollte genau beachtet werden, welchen Zugriffen zugestimmt wird, um potenziellem Betrug aus dem Weg zu gehen.

Wofür sind Zugriffsrechte da?

Da auf dem Smartphone sehr viele persönliche Daten gespeichert sind, sollten diese unter Verschluss gehalten werden. Deswegen ist es wichtig, dass es einen Überblick darüber gibt, auf welche Daten von außen z.B. durch Apps zugegriffen wird. Vor allem sollte im Vorfeld überprüft werden, ob bestimmte Zugriffe für die Anwendung überhaupt notwendig sind. So ist es nachvollziehbar, wenn Facebook oder WhatsApp einen Zugriff auf das Internet benötigen oder eine Kamera-App auf den Systemspeicher zurückgreifen muss. Anders sieht es bei Applikationen aus, die keinerlei Internetzugriff benötigen, diesen jedoch zwingend voraussetzen. Apps auf iOS und Windows 10 Mobile stehen unter sehr strengen Sicherheitskontrollen. Anders sieht es bei Android aus. Da es sich hierbei um eine sehr offene Plattform handelt, kann jeder Entwickler seine Software auf der Plattform publizieren. Dadurch können auch Anwendungen veröffentlicht werden, welche die Zugriffsrechte der Nutzer ausnutzen.

Wie können die Zugriffsrechte verwaltet werden?

Auf Android wird vor jeder Installation darauf hingewiesen, welche Nutzungsrechte freigegeben werden müssen, damit die App installiert werden kann. Praktisch ist hierbei, dass bei jedem Update darauf hingewiesen wird, wenn neue Zugriffsrechte dazu kommen. Auf iOS werden die einzelnen Nutzungsrechte bei der jeweiligen Erstnutzung abgefragt. Dadurch kann die App verwendet werden, jedoch entfällt eventuell eine einzelne Funktion. So kann unter WhatsApp der Zugriff auf die Kamera verweigert werden. Diese Einstellungen werden alle über die Systemeinstellungen gesteuert. Dort können diese den eigenen Wünschen angepasst werden. Unter Android ist die Nutzung der kompletten App nicht möglich, wenn den angeforderten Zugriffsrechten entsagt wird. Deswegen ist es hier besonders wichtig, die Funktion des Zugriffs nachzulesen. Sowas steht in der Regel auch dabei, da es verpflichtend ist, dies anzugeben. Eine blinde Installation kann immer auch zu Problemen führen. So wird mitunter zugestimmt, dass sämtliche Daten an Dritte weitergereicht werden dürfen. Die Zugriffsrechte bestimmen letzten Endes den Nutzumfang der Apps auf dem Handy und schützen den Nutzer vor ungewollten Zugriffen auf die Privatsphäre.