Der Touchscreen ist das Ergebnis aus über 30 Jahren Forschung und gehört mittlerweile bei den meisten elektronischen Geräten zum Standard. Gerade bei Smartphones sind Touchscreens ein elementarer Bestandteil, weil sie die Bedienung des Gerätes erleichtern und Befehle schnell erfassen und somit innerhalb kürzester Zeit ausführen.

Die Funktionsweise des Touchscreens

Touchscreen Lexikon

Wenn der Touchscreen über die Kapazitiv-Technik verfügt, dann besteht dieser aus zwei Glasschichten, welche übereinanderliegen. Die obere Glasschicht ist kratzfest und dient in erster Linie dazu, die zweite Glasplatte zu schützen. Dazwischen und auch darunter befindet sich ein Stoff, welcher sich Indiumzinnoxid nennt und sich in einem halbfesten Zustand befindet. Die Schichten dieses Stoffes werden in entgegenliegenden Richtungen eingebaut, sodass ein Raster zwischen und unter dem Glas ensteht. Wenn nun also der Nutzer des Handys seinen Finger auf den Bildschirm legt oder drückt, dann entsteht an dieser Stelle eine gewisse Spannung. Nun erhöht sich an der besagten Stelle die Kapazität des Rasters; diese Änderung wird daraufhin von dem Gerät erfasst. Somit weiß das Smartphone genau, an welcher Stelle der Druck ausgeübt wurde und welche Aktion der Nutzer hervorrufen wollte. Bei dieser Art des Bildschirms können auch mehrere Punkte gleichzeitig berührt und erfasst werden. Ältere Modelle, die sich einer anderen Display-Technologie bedienen, arbeiten eher mit dem Prinzip des Widerstandes, sodass für die Bedienung ein recht hoher Druck auf das Display ausgeübt werden muss, damit dieses erkennt, welcher Befehl auszuführen ist. Auch die in Vorgängermodellen genutzte Induktiv-Technik ist weniger reaktionsfreudig und ermöglicht zudem keine Bedienung mit mehreren Fingern.

Wofür einen Touchscreen beim Smartphone?

Die Antwort auf die Frage, weshalb sich der Touchscreen so großer Beliebtheit bei Handynutzern und -herstellern erfreut, ist ganz einfach: Die Bedienung des Smartphones ist dank des Displays einfacher, schneller und auch selbsterklärender. Bilder können mithilfe zweier Finger leicht herangezoomt sowie Nachrichten oder andere Anwendungen problemlos weggewischt werden. Die Bewegungen sind dabei fließend und optimal an die des Menschen angepasst, sodass beinahe in Echtzeit auf die Befehle reagiert werden kann. Auf diese Weise löste der Touchscreen die altbekannte Tastatur bereits vor Jahren ab und wird wohl auch in Zukunft, inklusive zahlreicher Weiterentwicklungen, weiterhin Bestand haben und Anwendung finden.