Dabei handelt es sich um einen Sensor, der vorne oder hinten am Smartphone angebracht ist. Oft ist dieser auch im Homebutton des Handys integriert. Durch das Scannen des Fingerabdrucks wird das Handy entsperrt. Dafür scannt der Sensor im ersten Schritt den aufgelegten Finger des Handynutzers und erstellt ein digitales Abbild. Dabei wird nicht nur die Papillarleiste auf der Oberfläche des Fingers erfasst, sondern es werden auch tiefere Hautschichten gemessen. So kann die Identität des Nutzers ermittelt werden. Die gespeicherte Kopie wird zukünftig mit den jeweiligen, aufgelegten Fingerabdrücken verglichen. Bei Übereinstimmung wird das Handy entsperrt. Der Fingerabdrucksensor stellt somit eine schnellere Alternative zu dem herkömmlichen Entsperren mittels Zahlen- oder Mustercode dar. Zudem ist es vereinzelt möglich, mit dem Fingerabdrucksensor Bezahlvorgänge oder App-Käufe zu bewilligen.

Wofür lässt sich der Fingerabdrucksensor einsetzen?

Fingerabdrucksensor Lexikon

Mit dem Fingerabdrucksensor lässt sich das Smartphone schnell entsperren, wodurch der Komfort und die Bedienungsgeschwindigkeit steigen. Neben der Entsprrung des Sperrbildschirms greifen viele Nutzer auf Passwort-Manager zurück, die sich mittels Fingerabdrucksensor bedienen lassen. Weiterhin erfordern viele Zahlungsdienste, unter anderem NFC, die Autorisierung des Nutzers durch die Eingabe des Kreditkarten-PINs oder eines Passworts. Mittlerweile kann dies durch die Verifizierung mit dem Fingerabdruck ersetzt werden. So wird Fremdnutzung beim Bezahlen vorgebeugt und der individuelle Käuferschutz gefördert.

Wie sicher ist der Fingerabdrucksensor?

Der Sensor misst nicht nur die oberen Hautschichten, sondern auch das tiefere Gewebe. Während sich ein Fingerabdruck zwar leicht kopieren lässt, unternimmt der Fingerabdrucksensor eine Lebenderkennung, mit der zwischen Kopie und echtem Fingerabdruck unterschieden werden kann. Zu diesem Zweck misst der Sensor mittels Infrarottechnik bestimmte Merkmale wie Wärmebild, Puls oder Blutzirkulation. Da totes Gewebe das Licht absorbiert, wohingegen lebendes Gewebe die Infrarotstrahlen reflektiert, kann der Sensor einen Betrugsfall aufdecken. Zudem ist der Fingerabdruck eines Menschen im Gegensatz zu Passwörtern einzigartig, sodass eine Mehrfachbedienung ausgeschlossen ist. Weiterhin sind einige Handyhersteller darauf umgestiegen, den eingescannten Fingerabdruck nicht als Bild, sondern als Hashcode zu speichern. Dieser wird nicht auf zentralen Servern gesichert, sondern im jeweiligen Handy hinterlegt. Dadurch steigt die Sicherheit, da die eigenen Daten nicht extern kopiert werden können.