Fast jeder Smartphone-Nutzer hat es schon einmal erlebt: Plötzlich teilt dir das Gerät mit, dass der vorhandene Speicherplatz für die Installation der neuen App nicht mehr ausreicht. Genauso vertraut sind vielen Handybesitzern Geräte, die scheinbar von Tag zu Tag langsamer werden. Doch was tun, wenn du selbst weder Zeit noch Lust noch das nötige Wissen hast, um überflüssige Datenfresser zu finden und zu entfernen? An genau diesem Punkt kommen moderne Cleaner-Apps ins Spiel. Das Ziel der Apps ist schnell erklärt: Sie sollen dir das Ausmisten deines Smartphones abnehmen und damit nicht nur Speicherplatz freischaufeln, sondern auch die Geschwindigkeit deines Smartphones steigern.

Das leisten gute Cleaner-Apps

Doch wie können die Apps dieser Aufgabe nun gerecht werden? Die meisten Programme machen sich zuerst am Cache des Smartphones zu schaffen. An diesem Ort sind Daten gespeichert, die Apps schneller starten lassen sollen. Wird der Cache längere Zeit nicht geleert, sammeln sich große Datenmengen zu allerlei Apps an, die du womöglich selten nutzt und damit vom Schnellstart kaum profitierst. Das Ausmisten an dieser Stelle kann daher schon enorme Wirkung haben. Nach dieser ersten Runde legen die Cleaner Apps dann allerdings erst so richtig los. Downloads, die Zwischenablage, leere Ordner, gesendete Fotos und Videos, Sprachnachrichten aus Messengern, alte Suchanfragen, all das spürt die App auf und ermöglicht es dir damit, die Speicherfresser zu eliminieren. Neben der Basis-Reinigungsfunktion haben einige Apps schließlich sogar noch einiges mehr auf Lager. So bieten manche Apps Backups an oder durchsuchen dein Smartphone nach Viren. Ein erfreulicher Nebeneffekt der digitalen Putzaktion mit den Apps ist nicht zuletzt auch das Löschen von persönlichen Daten. So reduziert sich mit der regelmäßigen Nutzung dein digitaler Fingerabdruck.

Kritik an Cleaner-Apps

Cleaner-Apps werden jedoch von Experten auch häufig kritisiert. So ist ein Problem, dass durch die ständige Löschung des Caches relevante Informationen entfernt werden, sodass Apps immer wieder komplett neu gestartet werden. Dadurch kommt es zu längeren Ladezeiten beim Öffnen von Apps, was zu einer schlechteren Performance des Smartphones führt. Außerdem kritisieren Experten, dass letztendlich nicht viele Daten gelöscht werden, sondern häufig Datenmengen nur verändert, aber nicht komplett gelöscht werden.