Garantie

Bei einer Garantie handelt es sich um eine freiwillige Leistung des Herstellers, welche im Gegensatz zur Gewährleistung nicht gesetzlich vorgeschrieben ist.

Im alltäglichen Sprachgebrauch wird häufig kein Unterschied zwischen der gesetzlichen Gewährleistung und der freiwillig angebotenen Garantie gemacht. Allerdings kann dieser Umstand zu einem fatalen Fehler werden, solltet ihr einmal ein Problem mit eurem Smartphone beheben lassen wollen, denn  juristisch handelt es sich um unterschiedliche Rechte beziehungsweise Verpflichtungen.

Da es sich bei der Garantie um eine freiwillige Leistung des Herstellers handelt, kann dieser selbst entscheiden, was die Garantie abdeckt und wie lange sie gültig ist. Die gesetzliche Gewährleistungspflicht ist hingegen immer 24 Monate (ab Kauf von Neuware; 12 Monate bei Gebrauchtware) gültig und deckt nur Schäden ab, die bereits ab Erwerb vorhanden waren. Mehr dazu im Lexikoneintrag Gewährleistung.
Entscheidet sich ein Hersteller eine Garantie anzubieten, sind die darin enthaltenen Zusagen verbindlich und können vom Kunden eingefordert werden. Die Garantiezusage bezieht sich dabei über einen bestimmten Zeitraum auf die Funktionsfähigkeit bestimmter einzelner Teile oder sogar des gesamten Geräts.

So wird beispielsweise häufig garantiert, dass das gekaufte Produkt bei normalem Gebrauch ein oder zwei Jahre problemlos funktioniert. Sollte dies nicht der Fall sein, wird es repariert. Dabei ist es egal, ob ein Mangel von Anfang an bestand oder erst später durch die Nutzung (oder Missgeschicke) entstanden ist. Verschleißteile sind dabei allerdings in den meisten Fällen von der Garantie ausgenommen. Sie erlischt in der Regel auch, wenn eine Reparatur außerhalb des Herstellers vorgenommen wird.

Laufen Gewährleistung und Garantie beide noch, können Käufer sich im Normalfall aussuchen, nach welchem System sie die Ware reklamieren möchten.

Ein Beispiel
Der amerikanische Hersteller Apple gewährleistet allen Käufern eine freiwillige Garantie auf iPhones. Diese beträgt ab Erwerb zwölf Monate und umfasst auch Mängel, die erst nach dem Kauf des Mobiltelefons aufgetreten sind. Des Weiteren sind in ihr zusätzliche Leistungen (wie die telefonische Hilfe) enthalten. Gegen einen gewissen Aufpreis lässt sich diese Garantie („Apple Care“) verlängern.

Fällt euer iPhone nun runter und es entsteht ein Defekt, greift in diesem Fall die Garantie, da der Schaden beim Kauf noch nicht vorhanden war. Eine Reparatur könnt ihr allerdings nur innerhalb der (in der Garantie) vorgeschriebenen Zeit verlangen.
Sollte euch ein Defekt nerven, der bereits seit dem Kauf vorhanden war, könnt ihr diesen jederzeit innerhalb der gesetzlichen Gewährleistung durch den Verkäufer reparieren lassen. Bedenkt aber, dass es mit der Zeit immer schwieriger wird zu beweisen, dass der Defekt bereits beim Kauf vorhanden war!